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Capo Vaticano

 

Das felsige Vorgebirge des Capo Vaticano befindet sich in der Gemeinde Ricadi (Provinz Vibo Valentia). Nur wenige Kilometer von Tropea entfernt, auf der äußersten Spitze des herrlichen Vorgebirges, das sich am südlichen Teil der Tyrrhenischen Küste zwischen dem Golf von Lamezia Terme und dem Golf von Gioia Tauro abzeichnet und sich zu den Äolischen Inseln vorstreckt, befindet sich Capo Vaticano, einer der zauberhaftesten Landstriche der Provinz Vibo Valentia.
Capo Vaticano gehört zum Verwaltungsbezirk Ricadi und rühmt sich eines Meeres unglaublicher Farbenpracht und schier unwirklicher Transparenz und selten schöner Küsten: gleich südlich von Tropea dehnen sich die Sandbänke der Buchten von Riaci und Formicoli aus, auf deren Schultern sich der kleine Ortsteil Santa Domenica di Ricadi auf einer Tuffsteinterrasse erhebt; weiter südwärts stößt man dann auf die Strände Torre Marino, Torre Ruffa, Tono und Tonicello, und dann steil abfallend zum Meer die prächtigen Klippen von Praia di Fuoco, reich an Grotten und anmutigen Buchten, die oftmals nur per Boot oder Tretboot zu erreichen sind .
Hier, wo die steil felsigen Gebirgsausläufer aus über 100m Höhe steil abfallen, direkt hinter dem Ortsteil S. Nicolo' di Ricadi, erhebt sich der Leuchtturm, dessen Licht aus einer Entfernung von 23 Meilen sichtbar ist. Etwas weiter südlich, wo das Gefälle weicher abfällt, befinden sich die malerischen Buchten von Grotticelle und Santa Maria mit dem charakteristischen Fischerviertel.

Traumhaft sind schließlich auch die Meeresgründe, in denen das Spiel der sich vor der Küste kreuzenden Ströme aus den beiden Golfen einen der vielfältigsten und artenreichsten Fisch- und Wasserpflanzenbestände der Halbinsel bewahrt und nährt, der gut und gern als achtes Weltwunder bezeichnet werden kann.

 


Der Fremdenverkehr in Capo Vaticano.
Das Gebiet rund um Capo Vaticano verlor im Zuge der Emigrationswellen zunehmend an Bevölkerung und auch die Weltkriege haben zahlreiche junge Leben zerstört.
Trotz allem erlosch in den restlichen Bewohnern zu keiner Zeit der Wille, nochmals von vorn anzufangen und ein blühendes und gastfreundliches Umfeld zu schaffen. So entstand mit dem antiken Hintergrund einer bäuerlichen Kultur eine Generation von Kleinunternehmern, Servicefachkräften und Freiberuflern, die offenkundige Veränderungen an den bestehenden Strukturen, Bräuchen und Geschäftstätigkeiten vorgenommen haben, die sich in den vergangenen Jahrzehnten in erster Linie rund um den Fremdenverkehr entwickelt haben. Der antike Weiler Ricadi ist heute eine gut ausgestattete moderne Gemeinde, die sich ihre geographische Lage zu Nutzen macht und ihre Ortsteile mit inbrünstigen Initiativen an sich bindet und dabei versucht, antike Traditionen aufzuwerten und gleichzeitig neue Kenntnisse und neue Arbeits- und Produktionsmöglichkeiten zu bieten. (“Tourismus besteht nicht allein darin, Baden zu gehen und Landschaften, Denkmäler und Städte  zu bewundern. Tourismus bedeutet auch, mit fremden Völkern und Kulturen in Kontakt zu treten, sich verstehen und wenn möglich lieben zu lernen”. Giuseppe Berto).